Beschreibung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie)

Was bedeutet LRS (Legasthenie)?


Hinter dem Begriff Legasthenie stehen eine Vielfalt an lang andauernden und starken Problemen beim Erwerb der Schriftsprache, dem Lesen und Schreiben und ihrem weiteren Gebrauch. So können bereits Probleme beim Aufsagen des Alphabets und dem Benennen von Buchstaben auftreten. Später zeigen sich dann Leseprobleme und schließlich Rechtschreibschwierigkeiten. Da kaum ein Schulfach ohne Lesen und Schreiben zu bewältigen ist, bleiben die Kinder nicht nur im Fach Deutsch hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Folge ist, dass sie ohne wirksame Förderung keinen adäquaten Schulabschluss erreichen.

Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche befinden sich häufig in einem Teufelskreis aus Misserfolg, Kritik und Entmutigung. Wiederholte negative Erfahrungen mit Lesen und Schreiben, Vorwürfe von Lehrern und Eltern und nicht zuletzt die schlechten Noten rütteln am Selbstbewusstsein der betroffenen Kinder. In der Folge können Lernunlust, Probleme des Selbstwertgefühls und in besonders starken Fällen Verhaltens- und psychische Störungen entstehen.

Bei frühzeitigem Erkennen können die Probleme meist kompensiert werden. Viele Betroffene schaffen es dennoch, ein Studium erfolgreich abzuschließen oder in der Wissenschaft herausragende Leistungen zu erbringen. Es gilt, je später eine Hilfe ansetzt, desto geringer sind in der Regel die Effekte.

Treffen diese Aussagen oder ein Teil zu, dann brauchen Sie und Ihr Kind jetzt guten Rat und Hilfe.

Ausführliche Informationen zu Legasthenie finden Sie unter:
www.bvl-legasthenie.de

Lese-Rechtschreib-Schwäche

Was sind mögliche Hinweise auf eine vorliegende Lese-Rechtschreib-Schwäche?

  • undeutliches und ungenaues Sprechen und Lesen
  • sehr langsames und fehlerhaftes Lesen
  • Auslassen, Verdrehen oder Hinzufügen von Wörtern oder Wortteilen
  • Verschlucken von Endsilben, Auslassen von Vokalen
  • schlechte Erinnerung an Gelesenes
  • immer wieder Falschschreiben ungewöhnlich vieler Wörter trotz häufigen Übens
  • häufiges Verwechseln ähnlicher Wörter und Buchstaben sowie der Buchstabenfolge
  • Vertauschen von Wörtern oder ähnlich klingenden Lauten, wie o-u, e-i, s-ß-sch-z
  • kein oder stockendes Zusammenziehen von Buchstaben zu Wörtern
  • Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben, aus Gelesenem Schlüsse zu ziehen oder Zusammenhänge zu erkennen
  • Erraten vieler Wörter nur aus dem Sinnzusammenhang
  • Auch in der räumlichen Orientierung gibt es Probleme und bestehen Unsicherheiten in der Verwendung von links und rechts, vor und nach usw.
  • ungenaues Nachsprechen längerer Wörter
  • große Abneigung gegen Lesen und Schreiben, Schwächen in der visuellen Informationsverarbeitung.
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